Integration - Sport & Flüchtlinge


Fortführung des Landesprogramms „Sport und Flüchtlinge“

Das Landesprogramm „Sport und Flüchtlinge“ hat 2016 eine sehr große Resonanz

erfahren. Mehr als 240 Gemeinden wurden rund 2,3 Mio. € bewilligt, rund 350

Sport-Coaches haben ihre Arbeit aufgenommen. Neue Strukturen wurden geschaffen

und hessenweit vielfältige Angebote im Sport zur Integration von Geflüchteten

entwickelt und umgesetzt. Wir freuen uns daher mitteilen zu können, dass das

Landesprogramm in 2017 in ähnlicher Höhe und Umfang fortgeführt wird.

 

Das Landesprogramm „Sport und Flüchtlinge“ des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport verfolgt das Ziel, hessische Städte und Gemeinden, die Sport- und Bewegungsangebote für Flüchtlinge initiieren, in ihrem Engagement zu

unterstützen.

 

Es knüpft an die Erfahrungen eines Modellprojektes der Sportjugend Hessen an, in

dem sich gezeigt hat, wie wichtig die Vernetzung vor Ort für den Erfolg der

Arbeit ist. Diese Vernetzung übernehmen (meist ehrenamtliche) Sport-Coaches.

Sie stellen den Kontakt zwischen den Geflüchteten, der Asylbetreuung und den

Sportvereinen vor Ort her und unterstützen so alle Beteiligten dabei, passende

Angebote möglichst nachhaltig zu entwickeln. Der Einsatz von Sport-Coaches in

der jeweiligen Stadt oder Gemeinde ist zentraler Bestandteil des Landesprogramms und Voraussetzung für die Förderung.

 

Aufgrund der eingegangenen Rückmeldungen zum Landesprogramm 2016 wurden im Folgeprogramm kleine Anpassungen in den Förderrichtlinien vorgenommen. Ansonsten wird das Landesprogramm wie im letzten Jahr durchgeführt.

Für die Vereine sind insbesondere zwei Informationen wichtig:

1.

Städte und Gemeinden, die sich an dem Landesprogramm beteiligen wollen,

brauchen mindestens einen Sport-Coach.

2.

Städte und Gemeinden können die Sport- und Bewegungsangebote der Sportvereine

finanziell fördern, zum Beispiel Aufwandsentschädigungen für Personen, die

Sportangebote mit Geflüchteten anleiten oder Sachmittel wie Sportkleidung, Transportkosten oder Sportmaterialien.

 

Entsprechende Förderungen können die Vereine bei ihrer Stadt oder Gemeinde beantragen, wenn diese aus dem Landesprogramm Mittel zur Verfügung stellt. Die jeweilige Gemeinde entscheidet eigenständig, für welche förderfähigen Zwecke die Mittel eingesetzt werden. Ein Anspruch auf Förderung für Vereine vor Ort besteht nicht.

 

Die Sportjugend Hessen im Landessportbund Hessen e.V. übernimmt im Landesprogramm folgende Aufgaben:

- Sie unterstützt die Suche nach Sport-Coaches.

- Sie überprüft, ob und welche Sport-Coaches in den Gemeinden vorhanden sind, und

leitet dann die Förderanträge der Städte und Gemeinden zur Bearbeitung an das

Hessische Ministerium des Innern und für Sport weiter. Sie hat keinen Einfluss

auf die Beantragung und Auszahlung der Mittel.

- Sie qualifiziert die Sport-Coaches für ihre Vernetzungsarbeit in einer

verbindlichen eintägigen Schulung und in einem halbtägigen Regionaltreffen.

- Sie berät Vereine, Sportkreise, Verbände sowie Städte und Gemeinden in ihrem

Engagement für Geflüchtete.

 

Zudem unterstützt die Sportjugend Hessen die Sport-Coaches durch den Einsatz von

Flüchtlingskoordinator/innen auf Ebene der Sportkreise, die durch das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ (IdS) finanziert werden.

 

Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport (HMDIS) informiert Städte und

Gemeinden sowie Sportvereine direkt über die Fortsetzung des Landesprogramms.

 

Aktuelle Informationen sowie die neue Förderrichtlinie finden Sie auf den Internetseiten www.sportjugend-hessen.de und www.sport.hessen.de, zu denen Sie sich gerne verlinken können. Bei Fragen steht Ihnen die Sportjugend Hessen,

Tel.: 069 - 67 89 471, E-Mail:Sport-Coach@Sportjugend-Hessen.de, gerne zur Verfügung.

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Infoschreiben Vereine Sport und Flüchtli
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Förderrichtlinie Sport und Flüchtlinge a
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Anforderungsprofil und Aufgaben Sport-Co
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Wichtige Links zum Thema "Sport & Flüchtlinge"


Landessportbund begrüßt Entscheid des Bundesfinanzministeriums - Flüchtlingsarbeit weiterhin kein Rechtsrisiko für Sportvereine

Der Landessportbund Hessen e.V. hat die Entscheidung des Ministeriums mit Erleichterung zur Kenntnis genommen. „Das, was unsere Sportvereine in Sachen Integration leisten, ist nicht nur vorbildlich, es ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar. Die jetzt vom Bundesfinanzministerium verfügte Verlängerung der Regelungen gibt unseren Vereinen die nötige Sicherheit, um ihre erfolgreiche Arbeit mit Geflüchteten fortzusetzen“, so Rolf Hocke, Vizepräsident Vereinsmanagement des Landessportbundes Hessen (lsb h).

 

Die Regelung besagt im Kern, dass Vereine ihre Satzungen nicht ändern müssen, um Flüchtlinge auch ohne Vereinsmitgliedschaft bzw. beitragsfrei an den Sportangeboten der Vereine teilnehmen zu lassen. Zudem gelten die Kosten und Aufwendungen, die durch Sportangebote für Flüchtlinge entstehen, weiterhin als Bestandteil des Zweckbetriebs des Vereins. Letztlich dürfen auch allgemeine Spendeneinnahmen für den Sport mit Flüchtlingen verwendet sowie Spenden für Sportangebote für Flüchtlinge gesammelt werden.

 

„Viele der Menschen, die in der letzten Zeit zu uns kamen, sind vor für uns unvorstellbaren Situationen geflüchtet. Sie haben ihren Kulturkreis und oft auch ihre Familien und Freunde verlassen müssen. Wir wollen den Flüchtlingen über den Sport eine Perspektive geben. Die Integration in eine fremde Kultur wird durch und mit dem Sport deutlich leichter, denn Sport spricht alle Sprachen“, so Rolf Hocke. Der Landessportbund selbst, darauf wies Hocke hin, hat im vergangenen Jahr die hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Rotenburg, Gießen und Büdingen mit 20.000 Euro zur Anschaffung von Sportgeräten unterstützt. Zudem wird der Landessportbund Hessen e.V. für die Anschaffung von Sportgeräten in weiteren Einrichtungen in Kürze 15.000 Euro zur Verfügung stellen.

 

Weitere Details zur steuerlichen Behandlung der Vereinsarbeit für und mit Flüchtlingen hat der Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung des Landessportbundes Hessen e.V. auf der Homepage www.lsbh-vereinsberater.de veröffentlicht. Allgemeine Tipps und Hinweise zum Thema finden Interessierte unter www.landessportbund-hessen.de in der Rubrik „Sport und Flüchtlinge“.

 

Die oben angeführten Erleichterungsregeln hatte das Bundesfinanzministerium im September 2015 veröffentlicht, nachdem Zweifel an der Vereinbarkeit von Sportangeboten für Flüchtlinge mit den satzungsgemäßen Zielen einer großen Zahl von Sportvereinen aufgekommen waren. Auch über die Verwendung von Spenden sowie die beitragsfreie Teilnahme an Sportangeboten durch Flüchtlinge hatte es zunächst Irritationen gegeben. Diese wurden mit der Anordnung des Ministeriums, die jetzt bis Ende 2018 weiter gilt, ausgeräumt.


Landesprogramm "Sport und Flüchtlinge": Sport-Coaches gesucht

Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport hat zum 1. Januar 2016 in

Zusammenarbeit mit der Sportjugend im Landessportbund Hessen e.V. das Programm „Sport und Flüchtlinge“ gestartet. Das Programm wurde ja schon angekündigt, z.B. auf dem Sportbundtag, und auch die Medien haben bereits darüber berichtet. Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung mit den wichtigsten Punkten für den Sport:

 

Das Programm des Innen- und Sport-Ministeriums verfolgt das Ziel, hessische Städte und Gemeinden, die Sport-und Bewegungsangebote für Flüchtlinge initiieren, in ihrem Engagement zu unterstützen.

 

Es knüpft an die Erfahrungen eines Modellprojektes der Sportjugend Hessen an, in dem sich gezeigt hat, wie wichtig die Vernetzung vor Ort für den Erfolg der Arbeit ist. Diese Vernetzung übernehmen (ehrenamtliche) Sport-Coaches. Sie stellen den Kontakt zwischen den Flüchtlingen, der Asyl-betreuung und den Sportvereinen vor Ort her und unterstützen so alle Beteiligten dabei, passende Angebote möglichst nachhaltig zu entwickeln. Der Einsatz von Sport-Coaches in der jeweiligen Stadt oder Gemeinde ist zentraler Bestandteil des Programms und Voraussetzung für die Förderung.

 

Beteiligt sich eine Stadt oder Gemeinde an dem Programm, kann sie daraus auch folgende Mittel für Sportvereine, die sich für Flüchtlinge engagieren, bereitstellen:

- Honorare für Personen, die Sportangebote für Flüchtlinge anleiten sowie

- Sachmittel wie Sportkleidung, Transportkosten oder Sportmaterialien.

 

Entsprechende Förderungen können die Vereine bei ihrer Stadt oder Gemeinde beantragen, wenn diese aus dem Landesprogramm Mittel zur Verfügung stellt. Die jeweilige Gemeinde entscheidet eigenständig, für welche förderfähigen Zwecke die Mittel eingesetzt werden.

 

Für die Vereine sind also zwei Informationen wichtig:

1. Städte und Gemeinden, die sich an dem Programm beteiligen wollen, brauchen Sport-Coaches

2. Städte und Gemeinden können die Sport- und Bewegungsangebote der Sportvereine finanziell fördern. Sportvereine wenden sich diesbezüglich direkt an ihre Stadt oder Gemeinde.

 

Der Hessische Minister des Innern und für Sport informiert die Sportvereine ausführlich über das Programm. Den entsprechenden Brief und die Förderrichtlinie für die Städte und Gemeinden

fügen wir an.

 

Die Sportjugend im Landessportbund Hessen e.V. übernimmt in diesem Programm folgende Aufgaben:

- Sie unterstützt die Suche nach Sport-Coaches

- Sie überprüft, ob und welche Sport-Coaches in den Gemeinden vorhanden sind, und leitet dann die Förderanträge der Städte und Gemeinden zur Bearbeitung an das Ministerium weiter. Sie hat keinen Einfluss auf die Beantragung und Auszahlung der Mittel.

- Sie qualifiziert die Sport-Coaches für ihre Vernetzungsarbeit in einer verbindlichen eintägigen Schulung und in einem ebenso verbindlichen halbtägigen Regionaltreffen.

- Sie berät Vereine, Sportkreise und Verbände in ihrem Engagement für Flüchtlinge.

 

Aktuelle Informationen finden Sie auf den Internetseiten www.sportjugend-hessen.de und www.hmdis.hessen.de/sport, zu denen Sie sich gerne verlinken können. Auf der Sportjugendseite finden Sie auch ein Bestellformular für Informationsmaterial. Bei Fragen steht Ihnen die Sportjugend Hessen, Tel.: 0 69 - 67 89 245, E-Mail: Beratung@sportjugend-hessen.de, gerne zur Verfügung.

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Förderung von Projekten zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat die Aufgabe, ergänzend zu den gesetzlichen Integrationsangeboten (Integrationskurse, Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderinnen und Zuwanderer, Jugendmigrationsdienste) Projekte zur gesellschaftlichen und sozialen Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern mit dauerhafter Bleibeperspektive zu fördern.


Für die Förderperiode ab 2016 plant das BAMF wieder die Förderung von Projekten zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund mit dauerhafter Bleibeperspektive gemäß den Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur gesellschaftlichen und sozialen Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern des Bundesministeriums des Innern (BMI) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) – „Förderrichtlinien“ – die unter undefinedwww.bamf.de zum Download zur Verfügung stehen.


Zielgruppen sind Zugewanderte mit dauerhafter Bleibeperspektive ab 12 Jahren ohne weitere Altersbeschränkung (altersunabhängige Projekte) und jugendliche Zugewanderte von 12-27 Jahren (Jugendprojekte).

Eine dauerhafte Bleibeperspektive besteht, wenn die Zugewanderten im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis von mindestens einem Jahr sind oder seit über 18 Monaten eine Aufenthaltserlaubnis besitzen, es sei denn der Aufenthalt ist vorübergehender Natur. Zum berechtigten Teilnehmerkreis gehören auch Flüchtlinge aus Krisenregionen, bei denen eine Rückkehr in ihr Heimatland nicht absehbar ist (§§ 44 Abs. 1 Satz 2, 23 Abs. 2 Aufenthaltsgesetz).


Die Projekte können bis zu drei Jahre lang und mit einer Fördersumme von maximal 50.000 € jährlich gefördert werden.


Die Antragstellerinnen und Antragssteller werden aufgefordert, ihren Antrag unter Verwendung von easy-Online (https://foerderportal.bund.de/easyonline/)bis einschließlich 30.10.2015 (Poststempel)


Partnerprogramme

Zahlreiche Vereine, Verbände und Organisationen haben sich die Themen Integration, Respekt, Toleranz und Gewaltprävention auf die Fahne geschrieben - hier finden Sie Links zu Partnerprogrammen, die viele interessante Angebote zu diesen Themen haben.

 

Schauen Sie einfach mal rein!

 

"Programm Integration durch Sport" der Sportjugend Hessen

 

Sozialstiftung des Hessischen Fußballs

 

Kommission für Integration und Gewaltprävention

des Hessischen Fußballverbandes e. V.

 

FAIR PLAY FORUM des Hessischen Fußballverbandes e. V.


Veranstaltungen

2. HBRS Sportkongress - Thema INKLUSION

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